Kassenscham

Abbildung: der Autor.
Beispielhaft: Kassenscham-Auslöser-Einkauf. Foto: der Autor.

Kassenscham, die:

Beschämtes Gefühl, Unwohlsein an Supermarkt-Kassen aufgrund eines katastrophalen, Lebenssituation-entlarvenden Einkaufes. Wird unerträglich in Nachbarschaft von Bio/Gesund/Salat-Konsumhäufchen ein Warentrennholz weiter. Die Kassenscham kann mithilfe einer Alibi-Banane eingedämmt, aber nicht gänzlich vermieden werden.

Cologne Art Book Fair

Magst du Bücher? Kunst & Künstler? Dann nix wie hin zur Art Book Fair, die dieses Jahr eine neue Heimat im Kunstverein gefunden hat. Entspannte Atmosphäre, Handarbeit & Editionen, Bücher in allen Formaten.

The Cologne Art Book Fair, 6.-8.7., Kölnischer Kunstverein

I´m All Ears

Es ist natürlich unfair, junge, selbstbestimmt1 erscheinende Pop-Künstlerinnen immer gleich mit Lorde zu vergleichen.

Hier muss das erlaubt sein, weil Stimme und Sensibilitäten sehr verwandt (und genau so formidabel) klingen. Wo das Duo mit dem bescheuerten Namen allerdings die Nasen vorne hat, ist der Format-sprengend-schillernde Musik-Kosmos2, aus dem hier geschöpft wird.

„I´m All Ears“ hören/kaufen


  1. Im Sinne von: kein Reißbrett-Pop-Produkt. 
  2. Anspieltipp: Hot Pink 

Durchsage: blog.fleg.de

Noch hübscher, hoffentlich.

Onkel Floris Endgültige Meinung hat nun ein überarbeitetes Gewand und Technik:
Google Fonts sind rausgeflogen, und bei der Gelegenheit gleich durch die wunderbaren Schriften „Blacker“1 und „Autor“2ersetzt3. Das Ganze ist sicher4 und nun auch verschlagwortet. Aber keine Angst: Am Inhalt ändert sich nix, der bleibt endgültig.


  1. Blacker Typeface by Zetafonts 
  2. Latinotype – Autor 
  3. Ich sollte wirklich weniger Schriften kaufen. 
  4. Hui, SSL! 

Knock Knock

Vielleicht mein liebster Einstieg in eine Platte dieses Jahr: das schwelgerische „Club der Ewigkeiten“ ist eine ohrwurmige Brandung aus Geigen, Flöten und pluckernder Elektronik, und ein fantastischer Start in die neueste Veröffentlichung des Hamburger Elektronik-Exzentrikers DJ Koze. Wenige fertigen Tanzflur mit so viel Persönlichkeit und Witz, und „Knock Knock“ hat zusätzlich famose Gäste wie Sophia Kennedy, José Gonzales und Róisín Murphy an Bord. Ein großer Spass.

„Knock Knock“ hören

The End of the F***** World

Zwei unausstehliche Teenager auf der Flucht: Zunächst nur vor ihrer miserablen Lebenssituation, bald gesellen sich aber Eltern, und (einen Mord später) auch die Polizei dazu. Diese bis in die kleinste Rolle fantastisch besetzte, herrlich rotzige und in atemlosen Tempo1 voraus preschende Mini-Serie2 bringt das Kunststück fertig, dass uns diese komplett unsympathische Bonnie und ihr heillos verkorkster Clyde ans Herz wachsen.

“The End of the ****ing World“ streamen


  1. 22 Minuten pro Episode! 
  2. Also: Keine Fortsetzung. Wie wunderbar ein Ende sein kann. 

Shpock

Screenshot: Geh nach Hause, Shpock. Du bist besoffen.
Screenshot: Geh nach Hause, Shpock. Du bist besoffen.

Ist eBay-Kleinanzeigen eine leicht schusselige, gemütliche Tante, ist Shpock1 ein überdrehter Teenager: will deine Telefonnummer, dich auf Facebook adden2, und vor allem: schickt dir ständig dreist Nachrichten, die zwischen Emoji-verseuchter Shopping-Shopping-SHOPPING!-Hyperventilation und besoffener SMS von gestern Nacht alternieren3.

Meine (kurze) Zeit4 mit Shpock war rundherum unerfreulich, und ich hoffe das Internet macht schnell Schluss mit diesem werbe-pickeligen Drecks-Dienst — per SMS.


  1. Selbstbeschreibung: „Die Flohmarkt-App für schöne Dinge“. 
  2. Beziehungsweise: Will auf dein Facebook Profil. Und die Telefonnummer. Und die Email-Adresse. 
  3. Für Kontext: ich habe keine Nachricht an Shpock gesendet, ausser meiner Account-Kündigung. 
  4. Profil löschen übrigens nur per E-Mail möglich! 

Schmiede

Typisches Schmiede-Panorama. Photo: Der Autor.
Typisches Schmiede-Panorama. Photo: Der Autor.

Der alljährliche „Spielplatz für Ideen“ in Hallein, Österreich ist ein wunderbares Un-Festival: 10 Tage in einer alten Salz-Saline mit knapp 200 Leuten tun und machen: Teppiche, Musik, Software, Schokolade, Fotografie, DosenBierpressen, Installationen, Chöre, Tanz, Lego1. Einen Abend2 lang ist’s offen für die Öffentlichkeit, und dann ist an allen Ecken und Enden des verwinkelten Gebäudes das Ergebnis beschaubar, aber um Publikum geht es nicht: Die Schmiede feiert den Prozess. Ich habe zwei meiner Lieblingsprojekte3 dort gestartet, und vor allem: jedes Jahr neue fantastische Menschen getroffen und Freundschaften geschlossen.

Die Frist für die Bewerbung endet am 31.5., und ich lege euch wirklich an‘s Herz, euch zu bewerben.