La La Land

Abbildung: Studiocanal
Abbildung: Studiocanal

Kunterbuntes Musical für Menschen, die keine kunterbunten Musicals mögen. Mit fantastischem Auge fürs Detail inszeniert und meist schmalz-frei, die vielen Preise aber nicht ganz wert.

RTJ3

Schwere Zeiten sind verdammt gute Zeiten für wütenden Hip Hop – kapitalismus-kritische Sozialstudien einer Kate Tempest 1, die genre-sprengende, reflektiert-agitative Brillanz von Kendrick Lamar2, und, hier: das Rap-Duo Run the Jewels, das seit 2013 unter dem Banner „SOZIALISMUS3! GERECHTIGKEIT! PUSSY!“ unbeirrt durch die Hip Hop-Welt marschiert.

Run the Jewels 3, kurz: RTJ3 ist die beste Platte eines sehr guten Projektes.


  1. Kate Tempest: „Let them Eat Chaos“, 2016. Rezension ↩
  2. Kendrick Lamar: „To Pimp A Butterfly“, 2015. Rezension ↩
  3. Killer Mike: Talking Shop w/ Bernie Sanders – youtube ↩

The Phosphorescent Blues

Phosphorescent_Blues

Bluegrass ist eine Musikrichtung, die guten Gewissens Scheisse gefunden werden kann. Sie vereint wie ihr seniler Onkel Country harmonische Einfalt mit der Top-3 unerwünschter Instrumente: Banjo, Fiddle und mehr Banjo.

Die amerikanische „Supergroup1“ Punch Brothers treten an, mit eben diesem Instrumentarium nicht nur erträgliche, sondern gar erquickliche Musik zu erzeugen.

Und fast, ja fast, gelingt es: Die Songs sind super, und drängen zumeist in tief in den von mir hoch geschätzten Indie, aber ach, zwischendrin: Gedudel. Con Banjos!

Weniger verbohrte könnten aber glücklich werden2.

Hören/kaufen: iTunes / spotify


  1. Wikipedia: „eine Art ‚Supergroup‘ der amerikanischen Akustik-Musik Szene“. Bluegrass auf Wikipedia ↩
  2. Das ist gute Musik. Knapp nicht meine. ↩

13TH

These: Das Strafvollzugsystem der USA ist die logische Fortsetzung der Sklaverei.

Argument: Diese Dokumentation.

13TH läuft auf Netflix. IMDB.

Friedhof der Monolithen


Erinnert ihr euch noch? Damals, als Telefone keine strahlenden Rechtecke, sondern Objekte waren? Die zu klappen, kippen, drehen und schieben waren? An Joysticks und SMS-löschen?
Nun, ich erinnere mich. Mit Wehmut.

Je suis #Nafri

Wenn „Racial Profiling“1 als normal/notwendig empfunden wird und Hinweise auf das Grundgesetz2 als linksgrünversiffter Unsinn, dann sind wir bereit für eine Bundeskanzlerin Frauke Petry.

Frohes Neues, Deutschland3!


  1. „Als Racial Profiling (auch „ethnisches Profiling“ genannt) bezeichnet man ein häufig auf Stereotypen und äußerlichen Merkmalen basierendes Agieren von Polizei-, Sicherheits-, Einwanderungs- und Zollbeamten, nach dem eine Person anhand von Kriterien wie „Rasse“, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder nationaler Herkunft als verdächtig eingeschätzt wird und nicht anhand von konkreten Verdachtsmomenten gegen die Person. Der Ausdruck entstammt der US-amerikanischen Kriminalistik.“ – Racial Profiling – Wikipedia ↩
  2. Grundgesetzt Artikel 3- Einzelnorm ↩
  3. Ich bin guten Mutes, daß es sich bei der Polizei nicht um eine rassistische Organisation handelt, und die (wenigen) Polizisten, die ich kenne, bestärken mich in dieser Annahme. Und, ja: Ich vertraue darauf, dass der Rechtsstaat/die Polizei aggressive Gruppen in die Schranken verweist. Ein zufriedener Tweet, dass alle „Nafris“ neutralisiert wurden und vor allem der schulterklopfende Rassismus, der sich daran anschliesst, macht mir Angst. Ja, es gibt Probleme. Es gibt Unerträgliches wie Silvester 2016 am Hauptbahnhof Köln. Aber wenn wir rassistischen Reflexen folgen, Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe sortieren
    und selbiges als „Lösung“ präsentieren/akzeptieren, dann sind wir schlicht stolze Rassisten. ↩

Ich bin nicht im Kriegszustand

Eigentlich lese ich das ja nicht mehr. Diese Berichte über den Terror. Angst-gefärbte Meinung ist nicht hilfreich, der Konsum grauenhafter Einzelheiten informiert mich nicht, er nährt nur diffuse Unsicherheit. Mehr News, weniger Beurteilungsvermögen.