Arrival

Die Aliens sind da! Riesige Raumschiffe hängen bedrohlich im Himmel, das Militär rasselt mit Säbeln, Panik allenthalben, während hastig rekrutierte Wissenschaftler versuchen die Motive der Ankömmlinge zu dekodieren.

Andreas Gabalier, „unplugged“ und warum meine Jugend nun endgültig beendet ist

Für alle, die sich noch an den triumphalen Mittelfinger von „Nirvana: MTV unplugged“ erinnern, ist das ein Schlag in die Magengrube: Andreas Gabalier, der aussieht wie ein Versicherungsvertreter im Karneval und auch so klingt, darf sein Dirndl-Dödel-Gedudel doch tatsächlich im Rahmen eines „Unplugged“-Konzertes reproduzieren.

Es ist ganz einfach, aber irgendwie schwer zu verkraften: MTV, die Hippness-Schleuder meiner Jugend, ist nicht nur nicht mehr cool, sondern im Gegenteil: eine Arena für ekelhafte Spießigkeit, so eingemuckelt in ihrer jägergezaunten kleinen Welt, dass eine Ballermann-Brille als Rock’n’Roll durchgeht.

Und all das verkörpert niemand besser als das singende Arschgeweih Andreas Gabalier.

The Essential Mix

Ich bin nun keiner, der stundenlang auf SoundCloud oder BeatPort abhängt1. Aber ich erkenne einen tollen Mix wenn ich ihn höre, und dieser von Nicolas Jaar2 ist eindeutig einer.

Kategorie: Im Zweifel auflegen.

Nicolas Jaar – The Essential Mix auf Soundcloud


  1. Dafür hat Gott die DJs erfunden. ↩
  2. Jaars wunderbares neues Werk „Sirens“ oxidiert seit Wochen auf meiner Rezensionsliste herum, ohne dass ich knapp und schlau schreiben kann, warum ich es so mag. ↩

22, A Million

2008 war das, da klangen fragile Akustik-Gitarren-Oden an dürre Liebe1 aus einer bärtigen Blockhütte im Nirgendwo, und alle horchten auf.

Tickled

„Tickled“ beginnt als eine Dokumentation über „Ausdauer-Kitzel-Wettbewerbe“: ein australischer Reporter will diesem bizarren „Sport“ auf den Grund gehen, stößt aber sehr schnell auf massiven Widerstand.

„Tickled“ ist nicht lustig. Es ist eine spannende, investigative Dokumentation1.

IMDb / „Tickled“ läuft gerade auf Netflix2


  1. Auch wenn der Film ab und an das Momentum verliert. ↩
  2. Ich sah den Film auf Netflix während ich in kürzlich in der Türkei war, im deutschen Angebot ist er leider nicht. Danke für den Hinweis, Marcus! ↩

Let them Eat Chaos

Massacres, massacres, massacres, new shoes! 1

Kate Tempest ist exakt die sprachgewaltige, engagierte Sprachakrobatin, die diese Welt braucht. Bittere Pillen, formidabel formuliert und gerappt über düster-rumpelnde Beats.


  1. „Europe is lost“ ↩