13TH

von Ava DuVernay, 2016

These: Das Strafvollzugsystem der USA ist die logische Fortsetzung der Sklaverei.

Argument: Diese Dokumentation.

13TH läuft auf Netflix. IMDB.

Friedhof der Monolithen



Erinnert ihr euch noch? Damals, als Telefone keine strahlenden Rechtecke, sondern Objekte waren? Die zu klappen, kippen, drehen und schieben waren? An Joysticks und SMS-löschen?
Nun, ich erinnere mich. Mit Wehmut.

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Je suis #Nafri

Wenn „Racial Profiling“1 als normal/notwendig empfunden wird und Hinweise auf das Grundgesetz2 als linksgrünversiffter Unsinn, dann sind wir bereit für eine Bundeskanzlerin Frauke Petry.

Frohes Neues, Deutschland3!


  1. „Als Racial Profiling (auch „ethnisches Profiling“ genannt) bezeichnet man ein häufig auf Stereotypen und äußerlichen Merkmalen basierendes Agieren von Polizei-, Sicherheits-, Einwanderungs- und Zollbeamten, nach dem eine Person anhand von Kriterien wie „Rasse“, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder nationaler Herkunft als verdächtig eingeschätzt wird und nicht anhand von konkreten Verdachtsmomenten gegen die Person. Der Ausdruck entstammt der US-amerikanischen Kriminalistik.“ – Racial Profiling – Wikipedia 
  2. Grundgesetzt Artikel 3- Einzelnorm 
  3. Ich bin guten Mutes, daß es sich bei der Polizei nicht um eine rassistische Organisation handelt, und die (wenigen) Polizisten, die ich kenne, bestärken mich in dieser Annahme. Und, ja: Ich vertraue darauf, dass der Rechtsstaat/die Polizei aggressive Gruppen in die Schranken verweist. Ein zufriedener Tweet, dass alle „Nafris“ neutralisiert wurden und vor allem der schulterklopfende Rassismus, der sich daran anschliesst, macht mir Angst. Ja, es gibt Probleme. Es gibt Unerträgliches wie Silvester 2016 am Hauptbahnhof Köln. Aber wenn wir rassistischen Reflexen folgen, Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe sortieren
    und selbiges als „Lösung“ präsentieren/akzeptieren, dann sind wir schlicht stolze Rassisten. 

Ich bin nicht im Kriegszustand

Eigentlich lese ich das ja nicht mehr. Diese Berichte über den Terror. Angst-gefärbte Meinung ist nicht hilfreich, der Konsum grauenhafter Einzelheiten informiert mich nicht, er nährt nur diffuse Unsicherheit. Mehr News, weniger Beurteilungsvermögen.

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Arrival

von Denis Villeneuve, 2016

Die Aliens sind da! Riesige Raumschiffe hängen bedrohlich im Himmel, das Militär rasselt mit Säbeln, Panik allenthalben, während hastig rekrutierte Wissenschaftler versuchen die Motive der Ankömmlinge zu dekodieren.

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Andreas Gabalier, „unplugged“ und warum meine Jugend nun endgültig beendet ist

Für alle, die sich noch an den triumphalen Mittelfinger von „Nirvana: MTV unplugged“ erinnern, ist das ein Schlag in die Magengrube: Andreas Gabalier, der aussieht wie ein Versicherungsvertreter im Karneval und auch so klingt, darf sein Dirndl-Dödel-Gedudel doch tatsächlich im Rahmen eines „Unplugged“-Konzertes reproduzieren.

Es ist ganz einfach, aber irgendwie schwer zu verkraften: MTV, die Hippness-Schleuder meiner Jugend, ist nicht nur nicht mehr cool, sondern im Gegenteil: eine Arena für ekelhafte Spießigkeit, so eingemuckelt in ihrer jägergezaunten kleinen Welt, dass eine Ballermann-Brille als Rock’n’Roll durchgeht.

Und all das verkörpert niemand besser als das singende Arschgeweih Andreas Gabalier.