YOU´RE DEAD!

von Flying Lotus, 2014

YOU´RE DEAD

Nach der wunderbare warmen, beständig splitternden Muschel “Until The Quiet Comes”1 folgt der kalkulierte kalte Hirnfick: Hipster-Jazz aufs Nervigste. Da wird gerappt, da wird gedudelt, aber keine gute Idee weit und breit.


  1. Hör dies, Welt. 

Hozier

von Hozier, 2014

Dachte nicht, dass mich eine milde pathetische Gitarrenplatte gerade so begeistern kann. Aber, Hui, hier ist Hozier und sein selbstbetiteltes Debüt.

Schattiger Blues-Rock irgendwo zwischen Jeff Buckley und den Black Keys.

Hören/kaufen: Spotify, iTunes

God´s Not Dead

Von Harold Cronk, 2014

God´s Not Dead

Ich bin ja fasziniert von der religiösen Rechten, diese spezielle Mischung aus kindischem Unfug, Wagenburg-Mentalität und Menschenverachtung hat die morbide Anziehungskraft eines Verkehrsunfalls. Auf mich, jedenfalls.

Deshalb sah ich heuer auch den Propaganda-Schinken “God´s not Dead“, der in Amerika verdammt erfolgreich1 in den Kinos lief. Und konnte dabei zusehen, wie der intellektuell-arrogante, atheistische Akademikerbösewicht zu jubilierenden Klängen einer Christian-Rock-Band2 von einem Auto umgemäht wurde.

Geschieht ihm recht. Und mir auch, denn für eine endgültige Meinung zu diesem Machwerk hätte der Trailer3 völlig ausgereicht.
Aber ich guck das ja für euch alle.


  1. https://en.wikipedia.org/wiki/God%27s_Not_Dead_(film)#Commercial_performance 
  2. http://newsboys.com 
  3. https://www.youtube.com/watch?v=bMjo5f9eiX8 

Ken Jebsen

Blasierter war die Apokalypse nie.1


  1. Ken Jensen betreibt das Bullshit-El Dorado “kenfm.de”. Ein Putin-Versteher, Isreal-Hasser, Verschwörungstheoretiker und selbstverlieber Phrasendrescher, der leider nur zu gut in diese Zeit passt. 

Auf sie, mit Gebrüll!

Ein Herr Meyer zählt in einer Kölner Boulevard-Schleuder1 die Gründe auf, “warum Autofahren in Köln die Hölle ist2, und alle Radfahrer (immerhin auf Platz 5 der höllischen Hindernisse) fühlen sich völlig zu Recht an den Karren gefahren.

“Ignoranten, ewig-gestrige Arschgeigen!” schreitippt die Meute, und ich stimme ein.

Aber diese unbeholfen formulierte, auf Krawall gebürstete Klickstrecke dient leider nur dazu, Kontroverse und damit Seitenbesuche zu generieren, und jeder, der das verlinkt oder auch nur kommentiert…

… ach, verdammt!
Diese Runde geht an dich, EXPRESS3.


  1. Zeitung wäre geschmeichelt. 
  2. Kein Link, s.o. 
  3. Nächstes mal: Vornehme Zurückhaltung. Ich schaff das. 

Mensch Gottfried

von Gregor Bialas, 2014

Mensch Gottfried

Und das hat Konsequenzen!

Sich dem Konsum komplett zu verweigern, das geht ja nicht – so jedenfalls die These. Gottfried aber ist verdammt nahe dran – und er zahlt einen hohen Preis dafür. Zu Beginn dieser knappen Reportage nehmen wir ihn als verschroben und aggressiv war, aber Stück für Stück erschliesst sich seine Welt, seine irritierende Radikalität, die Würde des Menschen Gottfried.

Aussteigertum jenseits von Landromantik und “Heiti-teiti” (Gottfried).

“Mensch Gottfried” in der ZDF-Mediathek

FKA Twigs

Eine Musikerin auf dem besten Wege zum Gesamtkunstwerk.
Platz da, Gaga1.


  1. Lady Gaga betreibt ja aber auch nur Mummenschanz zu Plastik-Beats. Vielleicht wäre Björk, anno 1992 ein besserer Vergleich gewesen? Sicher. Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit, am Computer Texte nachträglich zu bearbeiten. 

Stuff To Do Stuff To

Beats to think to

Fantastisch, Spotify Deutschland. Wie jeder weiss: Mit Bums drunter denkt sich´s besser.

Ich hätte da auch noch paar Vorschläge:

  1. Illnesses To Dance To
  2. Tornados To Knit To
  3. Apostrophes To Masturbate To

Master of the Universe

von Marc Bauder, 2013

Master of the Universe

“Master of the Universe” ist keine Dokumentation über den Turbokapitalismus, sondern ein Essay über Rainer Voss, einen ehemaligen Investmentbanker. Im Interview führt dieser 88 Minuten lang sein Ego spazieren, erklärt die Welt, streift seine gescheiterte Familie, doziert über Anlagen, seinen Aufstieg und Fall. Nichts von all dem kommt man aber wirklich nahe.

Sehen: Anschauen in der ARD-Mediathek