22, A Million

2008 war das, da klangen fragile Akustik-Gitarren-Oden an dürre Liebe1 aus einer bärtigen Blockhütte im Nirgendwo, und alle horchten auf.

Der Nachfolger2 bettete die versammelte Zerbrechlichkeit in dann in samtiges, ausführliches Band-Gewand, versülzte sich dabei aber gelegentlich.

Bei 22, A Million steht Iver nun wieder alleine da, aber nicht in der Hütte, sondern im Labor. Und –Überraschung! – hochpeitschte Pitch-Stimmen, digitales Artefakt und Wille zum Bruch/Experiment ist genau, was Bon Ivers Musik bisher gefehlt hat.

22, A Million ist kryptisch, zerrissen, schön und Bon Iver´s beste Platte.

Apple Music / Spotify


  1. Bon Iver: „For Emma, forever ago“ 
  2. Bon Iver: „Bon Iver“