God´s Not Dead

God´s Not Dead

Ich bin ja fasziniert von der religiösen Rechten, diese spezielle Mischung aus kindischem Unfug, Wagenburg-Mentalität und Menschenverachtung hat die morbide Anziehungskraft eines Verkehrsunfalls. Auf mich, jedenfalls.

Deshalb sah ich heuer auch den Propaganda-Schinken „God´s not Dead„, der in Amerika verdammt erfolgreich1 in den Kinos lief. Und konnte dabei zusehen, wie der intellektuell-arrogante, atheistische Akademikerbösewicht zu jubilierenden Klängen einer Christian-Rock-Band2 von einem Auto umgemäht wurde.

Geschieht ihm recht. Und mir auch, denn für eine endgültige Meinung zu diesem Machwerk hätte der Trailer3 völlig ausgereicht.
Aber ich guck das ja für euch alle.


  1. https://en.wikipedia.org/wiki/God%27s_Not_Dead_(film)#Commercial_performance 
  2. http://newsboys.com 
  3. https://www.youtube.com/watch?v=bMjo5f9eiX8 

Helene Fischer

Helene Fischer

Helene Fischer ist ein makelfrei gestyltes, glitzerndes Musik-Produkt: Talent, konkurrenzlose Oberfläche & aseptische Perfektion.

Helene Fischer ist die deutsche Beyoncé, und dass Deutschland lieber kitschigen Schmock-Schlager1 als sex-geladenen R&B2 hört, ist traurig, aber nicht Helenes Schuld. Die gibt ihr Bestes, und genau das verdienen wir wohl.

Weltmeister

Seit ich Weltmeister bin, schlafe ich schlecht.

Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, daß der Olymp erreicht ist, ab jetzt geht´s nur noch bergab, man lahmt, es lahmt, das Ende der Blütezeit ist in Sicht. Ein innerer Klose, einmal, zweimal spielt man vielleicht noch mit und eine Rolle, aber: die fitten Jahre sind vorbei.

Seit ich Weltmeister bin, denke ich über Altersvorsorge nach.

WM

Grundsätzlich geht mir das ganze Gebolze am Arsch vorbei, aber in der Gruppe kann man ja prima die kollektive Anspannung aufsaugen – und die (bei gewünschtem Ergebnis) leicht silvestrige, in jedem Fall aber hübsch würdelose Anschluss-Veranstaltung mitnehmen.

Dieses Jahr, aber ach, kann ich das irgendwie nicht so gut. Die menschenverachtende Gelddruckmaschine namens FIFA paradiert ihre joviale Korruption und Menschenverachtung derart penetrant durch die Gegend, dass ich sie nicht mehr ignorieren kann.

Ja, ich schäme mich beim feiern. Tu jemand was.

Wasser auf den Mühlen

Nestlé (dreckiger Scheiss-Laden, so völlig ausser Frage) hat ein Video veröffentlicht, in dem der CEO relativ reflektiert über das globale Wasser-Problem spricht.

Nun schwirrt es auf allen Kanälen:
Nestlé CEO sagt: “Wasser ist kein Menschenrecht”.

Das Zitat ist aber leider:

„My answer to this is:
Yes, you are right. Water is a human right … […] But i don´t think it´s a human right to fill up my swimming pool.”

Man kann und sollte Nestlé vieles vorhalten, diese Satz aber bitte nicht, liebe Empörungsmaschine.

Ostern

Ostern ist die mallorqinische Grosstante von Weihnachten, die milde überraschend und sehr sonnengebräunt zu Besuch kommt, Tanten-Tand und Fingerfarben im Gepäck. Und natürlich hat man vergessen, einzukaufen.

(Plus: man ahnt schon, Pfingsten ist auch schon unterwegs, und fragt sich zum wiederholten Male: Wie waren die jetzt noch mal verwandt?)

Freundlich klingeln

Eigentlich schlimm: Freundlichkeit an der Haustüre ist ein Monopol der Christen/Zeugen/etc und Atomstromverticker.

Man sollte mal eine Gegenoffensive starten: Freundlichst klingeln, einen Muffin überreichen, „Einen schönen Tag noch“, und tschüss.

earth hour

Man setzt ein Zeichen dafür, dass man etwas ändern sollte, fühlt sich gut und ändert nichts.